Aus dem Zyklus
JUNGE POLNISCHE MALEREI
Farben der Vorkarpaten
Magdalena Bąk
Urszula Chrobak
Łukasz Gil
Tomek Mistak
Przemysław Pokrywka
Tomasz Rolniak
Sylwester Stabryła
Renata Szyszlak-Niewiadomska
Jan Szczepan Szczepkowski
Szymon Szczepkowski
Marika Wojciechowska
Piotr Woroniec jr.
Vernissage am 7. Dezember, Dienstag,
19.00 Uhr
Dauer der Ausstellung: 7.12.2010 - 29.01.2011
Von der Kuratorin
Urszula Chrobak, X, 2006, 80x100 cm, Öl auf Leinwand
Dass die Fünfte von den Ausstellungen aus meinem Zyklus „Junge polnische Malerei“ gerade junge Kunst
aus denn Vorkarpaten zeigt, ist teilweise ein Zufall. Geplant habe ich für 2010 neben der Region Kleinpolen
(Krakau) eigentlich Präsentation von jungen Künstlern aus Masovien (Warschau).
Ich ließ mich von Halina Godecka, der Chefin der Stiftung Akademia Mediow
mit der ich schon eine Ausstellung aus diesem Zyklus machte, überreden, denn Sie als ausgebildete
Ethnografin war von dieser Region seit Langem regelrecht begeistert. Ihrer Ansicht nach, passte eigentlich
nichts besser zu Kraków, als gerade die Vorkarpaten da dort alles genauso gut, aber viel spannender ist.
Sie hatte Recht!
Die Region der Vorkarpaten war in den Zeiten als ich noch in Polen lebte, als
der polnische „Wilde Osten“ bekannt. Die Kriegs- und noch mehr Nachkriegsgeschichte
dieser Region war ausgesprochen grausam, für nicht unmittelbar Beteiligte überwiegend
unbekannt und daher auf jeden Fall geheimnisvoll. „Man hörte“ von ganzen Landstrichen,
die übersiedelt wurden, von dem Erdboden gleichgemachten Dörfern, verbrannter
Erde und vieles Mehr. Zahlreiche Filme über einsame Kämpfer, die während und
nach dem Krieg in dem sog. Bieszczady-Land gelebt haben, haben diese Erzählungen
noch verstärkt. Ich selbst habe diese Gegend bis zur meiner Ausreise aus Polen
vor 26 Jahren niemals besucht. Zum ersten Mal fuhr ich dorthin als ich schon
lange in Deutschland lebte, viele Jahre nach der Wende, und ich war auf Anhieb
bezaubert von diesem Land.
Kein Wunder, ich kenne niemandem, der nicht von Bieszczady begeistert ist!
Von seinen unendlichen, entzückend leeren Landschaften, seiner weiten wunderschönen
und noch halbwilden Natur. Es ist ein urpolnisches Land. Viele Städchen und Städte
kennt man aus Geschichte und Literatur. Ich wusste sehr wohl, dass von dort aus
sehr viele berühmte Künstler stammen und ich ließ mir von Halina sagen, dass
es mit dieser Tradition ununterbrochen weiter geht. Und so suchte ich, wie üblich
bei diesem Zyklus, zehn am meisten für die Region repräsentativen jungen Künstler
aus. Die Entscheidung zwischen zahlreichen Bewerbern war nicht einfach… Ich machte
eine Ausnahme und nahm statt zehn letztendlich zwölf Künstler für die Ausstellung
an.
Im Juli fuhr ich dann dorthin, um die ausgewählten Künstler persönlich zu treffen
und vor Ort die Bilder auszuwählen, und erneut war ich überwältigt von der Schönheit
und Vollkommenheit dortiger Natur einerseits und von der ausgesprochen hohen
Qualität der Bilder so junger Künstler andererseits. Es ist nicht nur eine sehr
hohe Qualität der Malwerkstatt, von der ich hier spreche, sondern auch ist es
einfach bewundernswert, wie viel die Künstler uns zu sagen haben und wie interresant
sie uns das vermitteln können! Es stand und steht für mich weiter ohne Zweifel
fest – dieses wird eine der besten Ausstellungen aus diesem Zyklus.
Lassen wir uns also von den Bildern bezaubern und zum Nachdenken verleiten.
Ich wünsche Ihnen bei derer Betrachtung genauso viel Freude wie ich selbst bei der Auswahl der Bilder
hatte.
Dorota Kabiesz, Berlin
(freie Kuratorin, Galeristin)
Die Ausstellung steht unter der Schirmherrschaft Seiner Exzellenz des Botschafters
der Republik Polen in Berlin, Herrn Dr. Marek Prawda.
Die Ausstellung steht unter der Schirmherrschaft des Saarländischen
Ministerpräsidenten Herrn Peter Müller
Kuratorin des Projektes: Dorota Kabiesz, Berlin
Gefördert aus Mitteln der Stiftung für Deutsch-Polnische Zusammenarbeit.
In Zusammenarbeit mit dem Kongres Polonii Niemieckiej und dem Verein Polnische Frauen in
Wirtschaft und Kultur e.V.










